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Hinweise zum Entspannen

Die Muskeln sind sinnbildlich die Motoren Ihres Körpers, der Motor Ihres Autos beispielsweise kennt vier verschiedene Betriebs-zustände:

völlig abgeschaltet (z.B. Garage)
Leerlauf (z.B. Ampel bei Rot)
in "freudiger Erwartung" (z.B. Ampel bei Gelb)
am Arbeiten (z.B. während der Fahrt)


Entsprechend unterscheidet man für die Motoren Ihres Körpers, also die Muskulatur, vier verschiedene Spannungszustände:

Tiefen-Entspannung
Entspannung
Muskel-Tonus
Verspannung


Wir unterscheiden beim Auto zwischen dem Benzin als Treibstoff für den Motor selbst und dem Batteriestrom, der zur Regulierung und Kontrolle des Motors benötigt wird. Analog dazu ist zu unterscheiden zwischem dem Treibstoff Ihrer Muskeln, in der Fachsprache Glykogen genannt, und der Energie, welche Ihr Nervensystem zur Regulierung und Kontrolle der Muskeln bereit stellt. Ein großer Beinmuskel benötigt für seine Arbeit natürlich wesentlich mehr  Glykogen als ein kleiner Gesichtsmuskel, beide aber verbrauchen zur Regulierung und Kontrolle ein gleiches Maß an Nervenenergie. Und wenn Sie nun beachten, dass etwa zum Sprechen eine Vielzahl kleiner Gesichtsmuskeln gesteuert werden müssen, während sie zum Laufen mit einigen wenigen Beinmuskeln auskommen, dann wird klar, warum ein mehr körperliche  Arbeit verrichtender Mensch am Abend nach einer ordentlichen Mahlzeit verlangt, während ein Manager oder Redner oft schlicht und einfach mit den "Nerven" fertig ist.

Verspannt zu sein bedeutet also, mehr Muskeln als eigentlich erforderlich in Aktion zu halten und somit unnötige Energie zu verbrauchen. In physischen oder psychischen Stress-Situationen spannen wir automatisch unsere Muskulatur an, umgekehrt signalisiert eine Entspannung dem Körper, dass offensichtlich keine Stress-Situation vorliegt und die "Seele baumeln" darf. Sie werden nach einer Entspannungsübung sich wesentlich ruhiger und gelassener fühlen. Die Fähigkeit, unsere Muskeln willentlich zu verspannen bzw. sie zu entspannen, ist einfach nur eine Frage der Übung.

Ballen Sie einmal die rechte Hand richtig fest zur Faust und beobachten Sie genau, wie sich das anfühlt. Nun lockern Sie die Faust, öffnen sie zur Hand und registrieren Sie genau, wie sich das anfühlt. Können Sie jetzt dieses zweite Gefühl noch etwas verstärken? Die Restspanung noch etwas mehr wegnehmen?  Sie werden erleben, wie Ihre Fertigkeit darin von Tag zu Tag wächst.

Ein entspannter Muskel lässt das Blut besser durchströmen als ein verspannter, er fühlt sich wärmer an. Ein entspannter Muskel bewirkt, dass die mit ihm verbundenen Gliedmaßen nach unten sinken, man erlebt ihr Eigengewicht deutlicher als bei verspannten Muskeln. Die Vorstellung, wie Körperteile wärmer und schwerer werden, nehmen das zu erreichende Ergebnis  in der Phantasie vorweg, gelegentlich eine zusätzliche Hilfe beim Entspannen.
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