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Ist Yoga religiös oder esoterisch? |
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Yoga![]() Yoga ist ein Weg zu einem gesunden, elastischen und kräftigen Körper, zu geistiger und emotionaler Ausgeglichenheit und zur Entfaltung eines höheren und spirituellen Bewußtseins. Die Wiege des Yoga steht in Indien. Die frühesten Texte, welche die ursprüngliche Tradition des Yoga prägnant zusammenfassen, sind die Sùtren des Patañjali; wir wissen, dass er zwischen dem zweiten bis vierten vorchristlichen Jahrhundert gelebt hat, (Sùtra: sprachlich aufs äußerste reduzierter Lehrsatz, eine ganze Lehre oder Tradition zusammenfassend). Die frühesten schriftlichen Zeugnisse über Yoga überhaupt gehen bis ins zweite vorchristliche Jahrtausend zurück und sind in Sanskrit verfasst (Sanskrit: altindische Literatur-und Gelehrtensprache) Lange Zeit wurde die Tradition des Yoga nur mündlich vom Lehrer zum Schüler weitergegeben: "Fähige Lehrer würden übrigens niemals die verhängnisvolle Unklugheit begehen, irgendwelche schriftlichen Anweisungen darüber niederzulegen, es sei denn in streng verschlossenen, für den Uneingeweihten unbrauchbaren Texten." (Van Lsysbeth). Unter Berücksichtigung dieser Tatsache kann davon ausgegangen werden, dass die wirkliche Geburtsstunde des Yoga noch einige weitere Jahrtausende früher liegen dürfte. In der Yoga - Lehre wird der Mensch als eine Zusammenspiel aus Körper, Geist und Seele verstanden, ein anderes Wort für Geist wäre Verstand, mit Seele ist das Bewußtsein gemeint, das eigentliche Ich. Das Wort Yoga selbst bedeutet soviel wie Joch und soll symbolisieren, dass durch die Tradition des Yoga das oftmals ungeordnete, sich sogar gegenseitig behindernde Wirken von Körper, Geist und Seele verwandelt wird in ein zielgerichtetes, harmonische Miteinander; so wie etwa widerspenstige Ochsen nach Anlegen eines Jochs zu gemeinsamer, sinnvoller Tätigkeit schreiten. "Der Mensch ist eine Seele und hat einen Körper. Sobald er seine wahre Identität erkannt hat, ist er nicht länger der Macht des Schicksals ausgeliefert. ... Primitive Menschen erkennen selten oder nie, dass ihr Körper ein Königreich ist, das von der Seele regiert wird, sie wissen nicht, dass die Seele auf dem Thron des Großhirns sitzt und über sechs Hilfsregenten in den Rückenmarkszentren (Bewußtseinssphären) befiehlt. ... Nie wird er zugeben (obschon ihm nur ein wenig Nachdenken diese Einsicht vermitteln könnte), dass er im täglichen Leben nichts als eine Marionette ist , deren Verhalten vom Karma (ehemaligen Handlungen), von der Natur und von der Umgebung bestimmt wird. Alle verstandesmäßigen Reaktionen, Gefühle, Stimmungen und Gewohnheiten sind nichts anderes als die Wirkungen der jetzt oder in früheren Leben von ihm selbst erzeugten Ursachen. (Autobiographie eines Yogi, Paramahansa Yogananda) Yoga unterteilt sich in Hatha-Yoga, Raja-Yoga, Karma-Yoga, Kundalini-Yoga etc., je nach in welchen Bereich der jeweilige Schwerpunkt gelegt wird. Die im Westen wohl bekannteste Form ist Hatha-Yoga. Hatha bedeutet soviel wie gewaltsame Anstrengung und bezeichnet die Form des Yoga, welche zunächst einmal die körperliche Grundlage einer geistigen und spirituellen Entwicklung schafft: "Regelmäßiges, diszipliniertes Praktizieren von Atem-, Körper- und Entspannungs-übungen verwandeln den Körper in ein vitales spirituelles Instrument, mit dem spirituelle Erkenntnisse erlangt werden können, wenn die mysthischen Aspekte des Hatha-Yoga sich allmählich entfalten und ihre Geheimnisse offenbaren." ( Swami Sivananda Radha) 1921 gründete Boris Sacharow in Berlin die erste deutsche Yoga-Schule, die später von Sigmund Feuerabendt in Ingolstadt und Forsthall weitergeführt wurde. |
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